Und neue Daten deuten darauf hin: Bei einem Teil der Betroffenen fehlen sogar typische psychiatrische Diagnosen und die genetischen Risikomuster, auf die viele gängige Screening-Logiken (z. B. „erkenne Depression“) bauen.
Was tun im Arbeitskontext? Ja, es ist ein Führungsauftrag!
Wenn wir Prävention nur als „Warnzeichen erkennen“ denken, verlieren wir genau jene Menschen aus dem Blick, die nichts zeigen (oder nichts zeigen können). Prävention wird damit zur Kulturfrage – nicht zur Diagnosefrage.
Wenn du extrem schlechte Stimmung oder Rückzug wahrnimmst:
Benennen statt normalisieren. Ruhig. 1:1. Konkret. Nicht therapieren – aber Kontakt anbieten. Und Tempo rausnehmen: Arbeitslast, Konflikte, Demütigungen, Isolation sind im Job oft die Brandbeschleuniger.
Wenn du nichts wahrnimmst, dann verlass dich nicht auf Bauchgefühl, sondern auf Systeme. Regelmäßige Check-ins (nicht nur über Leistung). Klare, vertrauliche Zugänge zu Hilfe (Helpline/EAP/Externe). Führungskräfte als „Gatekeeper“ trainieren: zuhören, ansprechen, weiterleiten. Und Arbeitsgestaltung ernst nehmen: Planbarkeit, faire Lastverteilung, psychologische Sicherheit.
Ein zusätzlicher Blick, den die Forschung stärker aufmacht: Risiko kann auch über körperliche Belastungen/chronische Beschwerden mitgetrieben sein – ohne dass „Depression“ im Vordergrund steht. Im Arbeitsalltag heißt das: Gesundheit ganzheitlich denken, nicht nur „Mood & Mind“.
Wenn du dir um jemanden akut Sorgen machst
Österreich:
TelefonSeelsorge 142 (rund um die Uhr) · Rat auf Draht 147 (Kinder/Jugendliche) · 112 im Notfall. telefonseelsorge.at
Deutschland:
112. Wenn sofortige Gefahr: auch 110.
Deutschland (rund um die Uhr, anonym): TelefonSeelsorge 116 123 (alternativ 0800 1110111 / 0800 1110222). TelefonSeelsorge® Deutschland
Deutschland (Kinder/Jugendliche): Nummer gegen Kummer 116 111. nummergegenkummer.de
Deutschland (Eltern/Bezugspersonen): Elterntelefon 0800 111 0 550.
Wir von work4flow stehen da unseren Unternehmen mit Rat&Tat zur Seite und wenn es um Vertraulichkeit und Annonymität geht, unterstützen wir über unsere Helplines sowohl die, die bei Kolleg:innen ein ungutes Gefühl diesbezüglich haben, Führunskräfte und natürlich auch direkt Betroffene.
Viel besser Prävention als zu spät erkennen „Man hätte doch…“
Liebe Grüße,
Gernot
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Frauen sind nicht „kleine Männer“.
Und genau das zeigt eine neue Studie eindrucksvoll. Ein Forschungsteam (Wayne State University) hat 59 traumabelastete Erwachsene im Labor einem standardisierten sozialen Stresstest ausgesetzt (Trier Social Stress Test: „Bewerbungsgespräch“ + Kopfrechnen) und Cortisol...




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