Und zwar messbar – über epigenetische Marker im Blut.
Eine neue Analyse (Psychoneuroendocrinology) zeigt, dass bestimmte Muster von Adverse Childhood Experiences (ACEs) hängen bei Frauen mit beschleunigter biologischer Alterung zusammen. Bei Männern war dieser Zusammenhang in dieser Stichprobe nicht statistisch klar – obwohl Männer insgesamt schneller biologisch zu altern scheinen.
Was spannend ist: Es geht nicht nur um „wie viele“ Belastungen.
Sondern um „welche Kombination“.
Die Forschenden (NYU, Daten aus der Health and Retirement Study, 3.586 Personen, Blutproben 2016) identifizierten typische „Adversity-Profile“ – u. a. finanzielle Not, familiale Instabilität, niedrige elterliche Bildung. Und sie nutzten drei epigenetische „Uhren“ (GrimAge, PhenoAge, DunedinPoAm), um biologisches Altern und Alterungstempo zu schätzen.
Ergebnis in Kürze:
Bei Frauen waren bestimmte sozioökonomische Belastungsmuster mit höherem biologischem Alter bzw. schnellerer Alterung verbunden – abhängig von ethnischem Hintergrund. Dieser Effekt blieb bestehen, selbst wenn man späteres Verhalten und Lebensumstände (z. B. Rauchen, BMI, Armut im Erwachsenenalter) berücksichtigt.
Das stützt die „Weathering“-Hypothese:
Chronischer sozialer Stress „reibt“ über die Jahre an Körper-Systemen – und hinterlässt Spuren bis auf DNA-Ebene.
Für Praxis & Policy ist die Botschaft ziemlich klar. Es heißt die Kinderarmut zu reduzieren, Familien stabilisieren und früh zu intervenieren.
Das ist nicht nur sozialpolitisch – das ist Public Health.
Gernot
Die Studie dazu ist unter https://lnkd.in/dSS7tg5M zu finden.
PIVOTAL ERROR & Fehlerkultur
Ein „pivotal error“ in Unternehmen ist oft kein Strategiefehler.Sondern ein Fehler in der Fehlerkultur. Nicht dass etwas schiefgeht.Sondern wie wir damit umgehen. Der pivotal error passiert, wenn das System lernt:„Fehler sind gefährlich.“Und ab diesem Moment wird...





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