Öfters mal die Hand anlegen die Prostata sagt danke!

Gernot Almesberger | psychologischer Berater und systemischer Coach

Allzuviel ist ungesund!

Im Grunde sagen diverse Studien: Deine Prostata ist kein Einrichtungsgegenstand, sie ist eher Team „regelmäßiger Gebrauch“. Aber bitte ohne Stoppuhr und Strichliste.

Eine große Harvard-Studie zeigt: Männer, die eher im oberen Bereich der Skala ejakulieren (daher der Running Gag „21 Mal im Monat“), haben ein geringeres Prostatakrebs-Risiko als die, bei denen nur gelegentlich Konferenz ist.
Die CAPLIFE-Studie legt nach: Sehr seltene Ejakulationen hängen deutlich öfter mit Prostatakrebs zusammen – vor allem mit den ungemütlichen, aggressiveren Varianten. Und wenn dann schon Harnbeschwerden dazukommen, schreit das Gesamtbild ziemlich laut: „Die Prostata ist unzufrieden.“

Die wissenschaftliche Kurzfassung dahinter klingt trocken, ist aber eigentlich herrlich: Ejakulation wirkt wie ein Spülprogramm. Weniger Stau, weniger Gärung, weniger Dauer-Genörgel im Drüsengewebe. Dazu mischen sich Hormone, Stress, Bewegung, Lebensstil – das Ganze ist also eher ein Orchester als eine Solo-Nummer. Aber der Grundton bleibt: chronischer Stillstand kommt nicht gut an.
Wichtig: Das ist kein amtlicher Aufruf zu Hochleistungssport.
-> Keine Pflichtquote von 21mal.
-> Keine Absolution für Fast Food, Zigaretten und Sofaleben.
-> Und absolut keine Schuldkeule für Menschen, die wenig oder keinen Sex haben – Statistik ist kein Moralgericht.

Die fairste Quintessenz: Behandle deine Prostata weder wie ein Museum noch wie eine Maschinenpistole.
Regelmäßige, entspannte, gern lustvolle Sexualität – solo oder zu zweit – passt ziemlich gut in ein prostatafreundliches Leben.

Der Rest ist weniger Urologie, mehr: Wie möchte ich mein Leben genießen, während ich halbwegs gesund bleibe? 😉
Man macht daraus also keinen Ersatz für das, was wir wirklich gut kennen: Alter, genetische Faktoren, familiäre Vorgeschichte, Lebensstil, Rauchen, Ernährung, Bewegung – diese großen Player bleiben viel wichtiger als jede „Masturbationsformel“. Und sicher macht man daraus keine moralische Schuldzuweisung: Menschen haben aus tausend Gründen wenig oder keine Sexualität – Krankheit, Religion, Beziehungsthemen, Asexualität –, und niemand ist „selbst schuld“, wenn später die Prostata Probleme macht. Statistik beschreibt Muster in Gruppen, keine individuelle Schuldgeschichte.

Seid lieb zu Euch und zu errer Prostata, damit ihr lange gesund bleibt! 🍌

Einen entspannten Tag,
Gernot

Studie 1: https://lnkd.in/dJX5w6fG
Studie 2: https://lnkd.in/dTkpJJrc
und die Impulsgeberin für diesen Post DANKE Rena Malik! hat dazu einiges auf ihrem Youtube-Chancel zu sagen (in Englisch). https://lnkd.in/drV3i–3

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Über den Autor

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Hier teile ich aktuelle Studien, Erkenntnisse und persönliche Erfahrungen zu Gesundheit, Arbeit, Beziehungen, Persönlichkeitsentwicklung sowie Burnout-Prävention und vieles darum herum.

Als diplomierter Psychologischer- und Trauerbegleiter, zertifizierter Mediator, hypnosystemischer Coach und Unternehmensberater begleite ich seit fast 20 Jahren Menschen – privat wie beruflich.

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Auf bald,
Gernot

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