Selbstfürsorge ist Teil von gesundem Führen.
Und sie wirkt vor allem dann, wenn sie in Staff Care übersetzt wird.
Eine Multisource-Studie (Klug, Felfe & Krick, 2022; 46 Führungskräfte, 437 Mitarbeitende) zeigt: Führungskräfte, die aktiv auf ihre eigene Gesundheit achten (Self-Care), berichten zugleich mehr gesundheitsorientiertes Führungsverhalten gegenüber dem Team (Staff Care).
Mitarbeitende nehmen diese Staff Care wahr – und genau das hängt mit besseren Gesundheitswerten zusammen -> weniger Irritation/Stressreaktionen, weniger psychosomatische Beschwerden und bessere allgemeine Gesundheit.
Der spannende Punkt fürs „gesunde Führen“
Der Nutzen entsteht nicht primär durch „Vorbildwirkung“. Die Selbstfürsorge der Führungskraft führte nicht automatisch zu mehr Selbstfürsorge bei Mitarbeitenden.
Der zentrale Wirkmechanismus ist vielmehr: Leader Self-Care → mehr Kapazität & Klarheit → mehr Staff Care → bessere Team-Gesundheit.
UND die praktische Konsequenz ist „Selbstfürsorge ist keine private Nebensache, sondern eine Führungsressource!“
Aber gesundes Führen wird erst sichtbar und wirksam, wenn daraus konkrete Staff-Care-Handlungen werden: realistische Arbeitslast, Pausen und Erholungszeiten ermöglichen, frühe Warnsignale ernst nehmen, Gesundheit als legitimes Thema im Alltag verankern.
So gehet hinaus und schaut auch auf Eure Gesundheit und die Mitarbeiter:innen werden Euch folgen. Nur Mut, denn es zahlt sich aus! 🙂
Doch jetzt mal „Hoch die Hände, WOCHENENDE!“
Gernot
und hier geht´s zur Studie: https://www.mdpi.com/1660-4601/19/11/6733
PIVOTAL ERROR & Fehlerkultur
Ein „pivotal error“ in Unternehmen ist oft kein Strategiefehler.Sondern ein Fehler in der Fehlerkultur. Nicht dass etwas schiefgeht.Sondern wie wir damit umgehen. Der pivotal error passiert, wenn das System lernt:„Fehler sind gefährlich.“Und ab diesem Moment wird...





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