Das Moos – knallig grün nach Tagen des Regens.
Irgendwann war die Anziehung so groß, dass ich den Waldweg verließ. Ich trat hinein und versank ein paar Zentimeter, als ginge ich über die Daunendecke, die ich immer bei meiner Großmutter zum Schlafen bekam. Ein zufriedenes Lächeln kam hoch in mir und dieses Sicherheitsgefühl, das man nur bei einer liebevollen Großmutter haben kann.
Die Luft war klar im Wald.
Nicht trocken, nicht feucht. Einfach richtig.
Die Zeit löste sich auf.
Zwischen Moos, Buchen, Kiefern und dem Gelb der Eierschwammerl verschwand die Welt draußen – die schnelle, fordernde, nie genug habende. Eine Last fiel von mir ab.
Einem Impuls folgend zog ich die Schuhe aus.
Barfuß im weichen, kühlen Moos stehend und die Augen geschlossen.
Der Puls verlangsamte sich und die Atmung wurde tief.
Alles wurde eins, und eins wurde alles.
In Japan nennt man das shinrin-yoku 森林浴 – Waldbaden.
Es fühlt sich an, als würde dich der Wald umarmen und dir sagen:
„Alles wird gut, du bist Teil des Ganzen!“
Ein Moment von Perfektion.
Einer von etwas mehr als einem Dutzend in meinen 55 Lebensjahren, an die ich mich bewusst erinnere.
Perfekte Momente, Situationen und Begegnungen mit Menschen oder anderen Lebewesen sind für mich wie Leuchttürme, die mir zeigen, was richtig gut war – und wohin ihr Licht weiterweisen könnte.
Was wohl der nächste Leuchtturm sein wird?
Und wohin sein Licht weisen wird?
Ich bin schon gespannt …
Gernot
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PIVOTAL ERROR & Fehlerkultur
Ein „pivotal error“ in Unternehmen ist oft kein Strategiefehler.Sondern ein Fehler in der Fehlerkultur. Nicht dass etwas schiefgeht.Sondern wie wir damit umgehen. Der pivotal error passiert, wenn das System lernt:„Fehler sind gefährlich.“Und ab diesem Moment wird...





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